:: Beteiligungen & Investment
Die Geschichte der Containerschifffahrt
Als im Mai 1966 der erste Container in
Deutschland in einem Bremer Hafen an Land gesetzt wurde, war
dies der Beginn eines imposanten Siegeszuges. Die jährliche
Zuwachsrate des Containerverkehrs lag in den vergangenen beiden
Jahrzehnten im Schnitt bei rund zehn Prozent. Zum Vergleich: Der
gesamte Welt-Seeverkehr legte in diesem Zeitraum nur um zwei
Prozent pro Jahr zu, der Welthandel um sechs Prozent.
Vor diesem Hintergrund erklärt sich die
zunehmende Beliebtheit von Schiffsfonds als Geldanlagen.
Rund 2,3 Milliarden Euro investierten private
Anleger allein 2004 in Schiffsbeteiligungen, wobei
Containerschiffe mit 64 Prozent den größten Anteil ausmachten.
In 2005 waren es sogar knapp 3 Milliarden Euro in 2006 werden
ähnlich hohe Ergebnisse erwartet.
Der Bedarf an neuen Transportkapazitäten ist
längst nicht gedeckt, die Orderbücher der großen Werften über
Jahre ausgebucht. Das erfreut nicht nur Reeder, Werften und
Hafenbetriebe, sondern auch Anleger.
Wie funktioniert eine Schiffsbeteiligung
Bei einer Schiffsbeteiligung, investiert der
Anleger in den Bau und Betrieb eines Schiffes und wird dafür
Kommanditist in einer Kommanditgesellschaft, also
Mitunternehmer.
Eine Schiffsbeteiligung erfolgt durch ein
Unternehmen. Vom Privatinvestoren wird gewöhnlich ein
Kommanditanteil erworben wodurch er Miteigentümer eines oder
mehrerer Schiffe wird. Damit ist der Anleger Mitreeder und
übernimmt so alle Chancen und Risiken, die Erwerb, Betrieb und
auch späterer Verkauf des Schiffes mit sich bringen. Die mit
einer Beteiligung verbundene Chance auf Realisierung einer
attraktiven Rendite beinhaltet damit ein mitunternehmerisches
Risiko. Wurde für die Schifffahrtsgesellschaft die Rechtsform der
Kommanditgesellschaft gewählt, beschränkt sich die Haftung des
Anlegers auf die Höhe seiner Kommanditeinlage.
Bei Erwerb des Schiffes werden aus den
Charterraten die Betriebskosten, die Tilgungen der aufgenommenen
Fremdmittel, Zinsen sowie laufende Ausschüttungen bedient.
Die Rendite eines Anlegers bei einer
Schiffsbeteiligung ergibt sich aus den Steuerminderungen durch
das anfänglich negative steuerliche Ergebnis (vor Einführung der
Tonnagesteuer), den laufenden Ausschüttungen sowie dem
Veräußerungserlös bei Verkauf des Schiffes.
Die Einführung der ausschließlich für den
Schiffsbereich gültigen Gewinnermittlungsart nach
"Tonnagesteuer" führt dazu, dass die steuerlichen Ergebnisse
während der Betriebsphase sehr gering ausfallen, unabhängig vom
tatsächlichen Ertrag des Schiffes. Dies führt bei solide
kalkulierten und damit wirtschaftlich sinnvollen
Beteiligungsangeboten zu erheblichen Vorteilen gegenüber
sämtlichen anderen Anlagemöglichkeiten im Bereich
unternehmerischer Beteiligungen.
Die Fonds sind meist auf eine Laufzeit von 12
bis 18 Jahre ausgerichtet, an deren Ende der Verkauf des
Schiffes steht. Ob das Geld gut angelegt ist, hängt vom
wirtschaftlichen Erfolg des Schiffes ab.
Schiffsbeteiligungen erfreuen sich immer
größerer Beliebtheit und sind (neben den Beteiligungen an
geschlossenen Immobilienfonds) die zweite tragende Säule
innerhalb des Marktes der steuersparenden und
renditeorientierten Investitionsmöglichkeiten geworden.
Zielgruppe sind Bezieher höherer und
Spitzeneinkommen, die sich der Chancen und Risiken einer
unternehmerischen Beteiligung bewusst sind.
In der Historie waren mit Schiffsfonds
überdurchschnittliche Renditen auf Grund hoher
Verlustzuweisungen keine Ausnahme. Nachdem die steuerlichen
Gestaltungsspielräume von Jahr zu Jahr beschnitten wurden,
liegen die Ausschüttungsprognosen heute im Schnitt bei
anfänglich sieben und am Ende der Laufzeit bei 15 Prozent im
Jahr.
Beteiligungen an Schiffsfonds bleiben somit
attraktiv. Nicht zuletzt, weil die Erträge für Investoren auf
Grund der Tonnagesteuer fast steuerfrei sind.
Schifffahrtsinvestitionen werden in Deutschland gefördert, um
eine leistungsfähige Handelsflotte zu erhalten.
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